Technisch gesehen gliedert sich die Anlage in 6 weitgehend voneinander unabhängige Systeme:

  • Die durchgehend zweigleisige elektrifizierte Hauptbahn, die sich in großzügiger sehr abwechslungsreicher Streckenführung durch beide Räume erstreckt und einen Großteil des Verkehrsgeschehens übernimmt.
  • Eine normalspurige nichtelektrifizierte Nebenbahn, die im Österreichraum in Vordemberg von der Hauptbahn abzweigt und in das Dorf Tannenbach führt.
  • Innerstädtischen Kraftfahrzeugverkehr (Carsystem) im österreichischen Vordemberg, das an seinem winterlichen Stadtrand auch eine mechanische Aufstiegshilfe für Alpinschifahrer bietet.
  • Eine lediglich mit einem Betriebsgleis angebundene der S-Bahn Berlin nachempfundene Stadtbahnstrecke mit seitlicher Stromschiene, die in Neustadt sowohl in einem Tunnelbahnhof als auch einer eigenen oberirdischen Halle ein Umsteigen zur Hauptbahn ermöglicht.
  • Eine Straßenbahnstrecke, die fast ganz Neustadt erschließt.
  • Eine der (alten) Mariazellerbahn nachempfundene elektrifizierte Schmalspurbahn, deren einzige Haltestelle Fichtenberg v.a. dem Wintertourismus dient.

Steuerungstechnik

Dementsprechend unterscheiden sich die Steuerungen der nur räumlich ineinander integrierten Systeme grundlegend:

Die Hauptbahn

Bahnhof Neustadt
Grenzbahnhof

Generell erfolgt die Steuerung der Hauptbahn analog. Schaltmagnete auf den führenden Fahrzeugen liefern über Reedkontakte (in den Gleisen eingebettet) Schaltimpulse an Relais. Alle Bahnhöfe können bei Bedarf mit automatischer Zuglenkung betrieben werden, die Strecken sind durchgehend signalmäßig gesichert, sodass ein "Automatikmodus" auf der gesamten Anlage realisiert ist. Da betriebliche Sicherheit ein sehr wichtiges Kriterium für uns darstellt (schließlich ist ja zum überwiegenden Teil teures und wertvolles "rollendes" Material unterwegs!), hat die analoge Steuerung in den bald 30 Jahren ihres Aufbaues eine enorme Komplexität erreicht, ein Digitalbetrieb ist daher kein Thema. Sowohl aus Kostengründen (große Anzahl von Fahrzeugen, zahlreiche Streckenblöcke) als auch aus der leidvollen Erfahrung mit wesentlich kleineren Anlagen treten wir daher sämtlichen Digitalisierungsideen nicht näher. Wir werden daher als eine der ganz wenigen Vorführanlagen in Österreich auch in Zukunft auf analoge Steuerung setzen.
Analogsteuerung

Epochen / Schattenbahnhöfe

Gleisplan Schattenbahnhöfe
Epochenmäßig wurde die Infrastruktur und bauliche Umgebung der Anlage so gestaltet, dass ein Betrieb in den Epochen III bis VI mit kleinen Kompromissen möglich ist, ohne dass große Stilbrüche auftreten. Auch wenn mittlerweile der Landschaftsbau fast vollständig ist und sich weitläufige Bahnhöfe und Gleisanlagen dem Betrachter öffnen, ein erheblicher Teil des Betriebs spielt sich unterirdisch ab: Zum "Speichern" der rund 140 Zuggarnituren sind 9 sogenannte Schattenbahnhöfe (unsichtbare Abstellanlagen) in 3 Ebenen mit insgesamt 20 Sektoren vorhanden (ein Sektor umfasst maximal 8 Abstellgleise nebeneinander, pro Gleis können bis zu 4 Garnituren hintereinander geparkt werden). Die einzelnen Bereiche kann man gezielt abrufen, die Züge haben fixe Abstellplätze, welche auf Listen geführt werden.

Stellpult Deutschland
Stellpult Schattenbahnhof
Stellpult Österreich

Funktionsweise der Schattenbahnhöfe
Das Prinzip der Schattenbahnhöfe nennt sich "1:1 - Austauschverfahren": Ein Zug, der in einen dieser Bereiche entsendet wird, löst die erste Garnitur des anzufahrenden Gleises im Schattenbahnhof aus, der dadurch freiwerdende Abschnitt wird mittels automatischen Nachrückens wieder belegt, der Vorgang wiederholt sich je nach Anzahl der vorhandenen "Stoppstellen", und die "auslösende" Einheit fährt in den letzten freigewordenen Sektor ein. Zusätzlich bieten zwei Abstellanlagen die Möglichkeit, Garnituren ferngesteuert zu aktivieren, ohne dass mit nachfolgenden Zügen die freien Plätze aufgefüllt werden müssen, damit kann man bei Vorführbetrieb bedarfsweise die Zugdichte erhöhen.
Schattenbahnhof

Die Nebenbahn

Diese ist mit einem einzigen Übergabegleis im Bahnhof Vordemberg mit der Hauptbahn verbunden, daher betrieblich und technisch unabhängig und wird von einem eigenen Stellpult im Österreichraum gesteuert, wobei sich diese Steuerung auf 5 Weichen des Bahnhofs Vordemberg und 6 Weichen in Tannenbach sowie Entkuppler usw. beschränkt. Der Betrieb wird derzeit rein manuell abgewickelt, was diese Strecke auch für Versuche mit Fahrzeugen prädestiniert. Da zufolge der einfachen Betriebsverhältnisse - vorbildgerecht (?) - auch keine Zugsicherungstechnik vorhanden ist, sind alle Fahrzeuge in klassischer Gleichstromtechnik, die nicht fahrleitungsgebunden sind, einsetzbar, auch Gastfahrzeuge. Der Kontrast zur Hauptbahn soll künftig auch durch einen beschrankten Bahnübergang sowie ein Formsignal hervorgehoben werden.

Bahnhof Tannenbach
Stellpult Nebenbahn

Das Car-System

Modellautos, Busse und LKWs, die mit eigenem Motor und Akku ausgerüstet sind, befahren die Ortschaft Vordemberg im Österreich-Raum. Die Fahrzeuge reagieren mittels der vom Hersteller eingebauten Technik auf Stoppstellen und folgen einem unter der Asphaltfarbe verlegten Magnetband. Servo-Weichenantriebe verschieben das Magnetband, um an Kreuzungen ein Abbiegen zu ermöglichen. Die aktuelle Position der Fahrzeuge wird über Sensoren, welche auf den Lenkmagnet der Fahrzeuge reagieren, erfasst. Die Steuerung erfolgt mittels Mikrocontrollern / Mikroprozessoren. Diese ermöglichen prinzipiell durch gezielte Programmierung eine Art "logische Verknüpfung" bzw. "logische Abhängigkeiten" zwischen den Sensoren, Weichen und Stoppstellen und damit u.a. einen automatischen Betrieb. Ein Einsehen des automatischen Betriebs oder ein manueller Eingriff ist auf einer Weboberfläche im internen Netzwerk möglich. Diese ist von uns mit Geräten, wie z.B. Handys über das WLAN-Netzwerk, aufrufbar, und damit kann dann das Carsystem gesteuert und der Betrieb überwacht werden.

Fahrzeug im Car-System
Steuerung Car-System

Vergleichsweise einfach erfolgt der Betrieb auf der Seilschwebebahn auf das Jodljoch, die zwischen der Talstation unweit des Bahnhofsgebäudes von Vordemberg und der Bergstation pendelt.

Das Problem des Zugangs zur Bergstation im Wartungs-/Reparaturfall ist recht elegant gelöst durch eine Standfläche im Inneren des Schibergs, die eine relativ ergonomische Körperposition ermöglicht und das, obwohl dieser Zugang dem Besucher verborgen bleibt.

Seilschwebebahn

Die Stadtbahn

Die Stadtbahn besteht aus 2 Bahnhofsteilen im Bahnhof Neustadt, einer eingleisigen Pendelstrecke und einer kleinen Zwischenhaltestelle. Die beiden Bahnhofsteile im Bahnhof Neustadt gliedern sich in je 2 Hoch- und Tiefbahnsteige. Auf der Stadtbahn findet meist ein an sich eigenständiger und mehr oder weniger von der Hauptbahn unabhängiger Pendelbetrieb statt. Die Steuerung erfolgt grundsätzlich analog. Die Fahrzeuge besitzen wie auf der Hauptbahn einen Magneten und überfahren Kontakte welche Relais, Zeitrelais und dergleichen schalten. Einzig die Zwischenhaltestelle wird über Infrarotlichtschranken und Relais, welche ein Mikrocontroller einliest bzw. schaltet, gesteuert. Die Stadtbahnstrecke ist über unter- und oberirdische Verbindungsgleise mit der Hauptbahn verbunden. Nach dem Vorbild der Berliner S-Bahn ist eine Stromschiene zur Stromversorgung der S-Bahn-Triebwagen modellbauerisch nachempfunden bzw. angedeutet. Die Stadtbahngleise werden in der Regel von Fahrzeugen der Berliner S-Bahn im Pendelbetrieb befahren. In seltenen Fällen werden die Verbindungsgleise mit Diesel- oder Dampflokomotiven befahren.

Stadtbahn

Die Straßenbahn

Straßenbahn Die Straßenbahn besteht aus 2 Wendeschleifen und einer zweigleisigen Strecke mit 3 Haltestellen. Die Strecke führt einmal quer durch Neustadt, am Bahnhof vorbei und durch die nähere Umgebung des Bahnhof Neustadt. Die prinzipiell analoge Schaltung besteht aus von den Straßenbahnen ausgelösten Kontakten, welche Relais und Zeitverzögerungen schalten. Durch die eingestellte Geschwindigkeit bzw. die Position des Magneten an der Straßenbahn, welcher die Kontakte auslöst, kann die Halteposition an den Haltestellen festgelegt werden. Eine der beiden Wendeschleifen besitzt ein Ausweichgleis, durch welches Züge sowohl manuell als auch automatisch ausgetauscht werden können. Für verschiedene Straßenbahnen können durch Zu- und Wegschalten von Trafos unterschiedliche Geschwindigkeiten eingestellt werden. Je nach Fahrthema verkehren Straßenbahnen der jeweiligen Epochen, meist aus Deutschland oder Österreich. Außerdem gibt es Verkehrsampeln, welche auf die Straßenbahn abgestimmt sind bzw. durch diese beeinflusst werden.

Die Schmalspurbahn

Nach einer kräftigen Reduzierung der Gleisanlage wurde die romantische Streckenführung am Winterwald beibehalten, durch die Haltestelle Fichtenberg ergänzt und ein kleiner Schattenbahnhof mit 6 Gleisen sowie eine eigene Steuerzentrale im Inneren des Schibergs errichtet. Um auch künftig Gastfahrzeuge weitgehend ohne technische Vorbedingungen einsetzen zu können, basiert die Steuerung auf einer Zugsdetektion durch Infrarotgeber (oberirdischer Bereich) bzw. vertikaler Lichtschranken (unterirdischer Bereich). Es ist sowohl manueller als auch vollautomatischer Betrieb mit maximal 6 Zügen möglich, wobei auch zwischen Güterzügen (Durchfahrt in Fichtenberg) und Zügen mit Halt in Fichtenberg unterschieden wird.

Stellpult Schmalspurbahn
Bahnhof Fichtenberg

Hersteller der Modelle

Zum Einsatz kommen Fahrzeuge folgender Hersteller: Brawa, Fleischmann, Gützold, Kleinbahn, Klein-Modellbahn, Liliput, Lima, Märklin, Rivarossi, Roco und so manches Kleinod der diversen Kleinserienhersteller. Für die Ausgestaltung der Anlage werden Produkte aller namhaften Hersteller verwendet wie z.B. Auhagen, Faller, Kibri, Noch, Pola, Vollmer und insbesondere bei Ausstattungsdetails viele andere Die Oberleitung im DB-Bereich stammt von Viessmann, im ÖBB-Abschnitt ist die Fahrleitung noch nicht vollständig realisiert.